Eröffnung des Heimathauses Geeste

15.04.2011

Nach neun Jahren Planung und Bau ist das Heimathaus vollendet Geeste hat einen Treffpunkt für Jung und Alt Geeste. 2002 hatten die Geester Vereine gemeinsam festgestellt, dass dem Dorf ein fester Treffpunkt fehlt. Es folgten eine lange Zeit der Planung und die 18-monatige Bauzeit. Am Freitag ist das Heimathaus Geeste eröffnet worden. „Dieses Haus ist ein echtes Schmuckstück“, lobte die stellvertretende Landrätin Margret Berentzen. Insbesondere für die kulturelle Arbeit seien die 70 Häuser und Begegnungsstätten, die von Heimatvereinen betrieben werden, eine feste Größe. „Dies hat das Prädikat ‚besonders wertvoll‘ verdient.

 

“ Diese Häuser der Begegnung seien lebendige Treffpunkte für Jung und Alt. Bürgermeister Hans-Josef Leinweber dankte der Familie Lau, die das Ständerwerk des ältesten noch erhaltenen Gebäudes im Dorf, das aus dem Jahr 1804 stammt und Holzteile enthält, die 1625 erstmals verbaut wurden, für den Bau des Heimathauses zur Verfügung gestellt hatte. Die Interessengemeinschaft Heimathaus habe mit ihrer Arbeit ein sichtbares Zeichen für die Dorfgemeinschaft gesetzt. 420000 Euro hat der Bau auf dem Platz einer früheren Hofstelle mitten im Ort gekostet. Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) steuerte 150000 Euro aus Fördermitteln der Europäischen Union bei. Der Landkreis Emsland und die Gemeinde Geeste gaben jeweils 77000 Euro, „trotz angespannter Haushaltslage“, merkte Leinweber an.

 

Zu dem vom Bürgermeister mit einem Lob bedachten hohen Anteil von Eigenmitteln und Eigenleistung steuerte Architekt Josef Wulf Zahlen bei. Er bezifferte den Anteil der Geester Dorfgemeinschaft auf 122000 Euro. Jetzt werde man den Außenbereich gestalten, und es werde bereits über weitere Verbesserungen der Heimathausanlage nachgedacht. Größter Raum des Hauses ist die Deele mit einer Fläche von fast 154 Quadratmetern. Es gibt eine Stube im Erdgeschoss mit 35,5 Quadratmetern, und der Geschichtswerkstatt stehen 40 Quadratmeter zur Verfügung. Wulf übergab dem Bürgermeister den symbolischen Schlüssel, den dieser an den Vorsitzenden des Vereins Geschichtswerkstatt Geeste, Wilhelm Mählmann weitergab.

 

Mählmann kündigte für Ende Mai einen Tag der offenen Tür an, dem noch viele Veranstaltungen folgen sollen.

 

Nele Rosenhagen von der Regionaldirektion Meppen der LGLN sagte, dass sowohl die Förderung des Heimathausprojekts als auch die jetzt gestartete Dorferneuerung die Verbesserung der Lebensqualität zum Ziel haben. „So bleibt der Ort lebendig, und die Menschen wohnen gern hier.“

 

Ernst Schmitz, Vorsitzender der Lokalen Arbeitsgemeinschaft „Moor ohne Grenzen“, die das Projekt für die Förderung aus dem europäischen Leader Programm vorgeschlagen hatte, gratulierte zum „wunderschönen Gebäude“. Er wünschte, dass die Begeisterung, die sich bei der Planung und beim Bau gezeigt habe, weitergetragen wird und sich positiv auf die weitere Entwicklung des Dorfes auswirkt.

 

Pfarrer Francis Sanjeevi und die Pastoren Thorsten Jakobs und Jürgen Altmeppen baten in einer Andacht um Gottes Segen für die Menschen, die das Haus besuchen und nutzen. Es sei ein guter Brauch, um diesen Segen zu bitten, denn die Bindung an Gott helfe, eine offene und gastfreundliche Atmosphäre zu schaffen.

 

Beitrag der NOZ vom 15.04.2011 / Autor: Manfred Fickers

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Eröffnung des Heimathauses Geeste